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Homepage der Vereinigten Faschings Gesellschaft Gerolfing e.V.
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Traditionell findet jedes Jahr am 11.11. die Jahreshauptversammlung (JHV) der VFG statt. Jedes dritte Jahr werden im Rahmen der JHV auch Neuwahlen durchgeführt. Im Jahr 2009 fanden Neuwahlen statt. In JHV informiert der Vorstand über die durchgeführten Aktivitäten und gibt eine Vorschau über die anstehende Saison. Berichte des Präsidenten, des Schriftführers und des Kassiers sind obligatorisch. Mit besonderer Spannung werden jedes Jahr das neue Faschingsmotto und Prinzenpaar erwartet. Die JHV ist auch die Plattform um Anregungen, Wünsche aber auch konstruktive Kritik anzubringen. Auch ein erster Kontakt von "Neuen" zu den "Aktiven" wurde in vergangenen Jahreshauptversammlungen des öfteren hergestellt. Wir laden daher jeden - ob bereits Mitglied oder nicht - ein, uns auf der JHV am 11.11. zu besuchen.
Einen guten Überblick über das Vereinsgeschehen gibt auch der folgende in der Wochenendzeitung "Blickpunkt Wochenende" vom 25./26. Februar 2006 erschienene Artikel von Birgit Müller: Bunt, närrisch, bajuwarisch Gerolfing lädt am Faschingsdienstag wieder zum traditionellen Faschingsumzug Am Faschingsdienstag geht es in Gerolfing wieder los. Die kleine Gemeinde vor den Toren der Stadt lädt um 14 Uhr zu ihrem weithin bekannten Faschingsumzug. Für viele Faschingsfans ist der Endspurt des närrischen Treibens traditionell mit diesem Ereignis verbunden. Bis zu 10 000 Besucher wollen bei schönem Wetter die bunten Wägen und Fußgruppen durch die Straßen marschieren sehen. Damit tummeln sich kurzzeitig doppelt so viele Menschen in Gerolfing wie das Dorf normalerweise Einwohner hat. Der erste Umzug fand in Gerolfing wahrscheinlich bereits in den 60er Jahren statt. Genau nachzuweisen, bedauert Günter Achhammer, heute Präsident der Vereinigten Faschingsgesellschaft, sei das Datum des ersten Umzugs allerdings nicht. Filmaufnahmen beweisen erst närrische Umzüge in den 70er Jahren. Dass die Faschingsbegeisterung in Gerolfing schon wesentlich älter ist, zeigt jedoch ein kürzlich gefundenes Exemplar einer Faschingszeitung, die sage und schreibe aus dem Jahr 1923 datiert. Die graue Vorzeit des unorganisierten Faschingsdurcheinanders ist jedoch längst vorbei. 1972 gründete sich die Vereinigte Faschingsgesellschaft aus 15 Vereinen, um das Faschingstreiben zu bündeln und erwählte sich als Logo die „Moiakäfer“, denn wie die Eichstätter als Sausackschleifer, die Wettstetter als Besenbinder und die Köschinger als Mantelflicker, so sind die Gerolfinger im ganzen Landkreis als Moiakäfer bekannt. Seitdem sind alle Aktivitäten genau dokumentiert. Sogar im Internet (www.vfg-gerofing.de) ist der eingetragene Verein vertreten, der inzwischen 116 Mitglieder zählt, wovon etwa die Hälfte tatsächlich aktiv sind. So wie Thomas Dietz, der schon seit seiner Kindheit aktiv am Gerolfinger Fasching teilnimmt. „Ich bin erblich vorbelastet“, lacht der 44-Jährige. „Als Gerolfinger kommt man gar nicht drumrum, sich dem Fasching zu entziehen.“ So wirkt er nun bereits seit zehn Jahren auch als Organisator rund um den Faschingsumzug mit. Das bedeutet ab Oktober ein erhöhtes Engagement. Am 11. 11. ist traditionell Jahreshauptversammlung und da muss das Prinzenpaar und das Motto des Jahres bekannt gegeben werden. Letzteres findet sich eigentlich immer recht schnell. Jeder macht seinen Vorschlag und am Ende wird abgestimmt, es sei denn ein Motto hat sich durch seine Originalität bereits vorab zum Renner entwickelt. In den letzten Jahren haben die Gerolfinger bei den Mottos alles abgegrast, was faschingsmäßig verträglich war. Die Themen machten vor keinem Land, keiner Sprache und keiner Idee halt. Mit „Machmameikamönedscheich“ veranlassten die Gerolfinger eine Scheichparade durch das Dorf, dank „Alloah he auf See he“ verwandelten sich Wägen und Fußgruppen in Unterwasserwelten, U-Boote und Dampfer, mit „Vivat Melolontha Gaudium“ feierten die Gerolfinger eine lateinische Hommage an ihr Dorfwappen, den Moiakäfer. Und mit www.oisirdischaussagerolfing.de wagte sich die Faschingsgesellschaft sogar in den Weltraum. Dabei ist das Motto, so versichern Günter Achhammer und Thomas Dietz, für die etwa 40 teilnehmenden Gruppen keineswegs verpflichtend. „Der Motorradclub macht eigentlich immer etwas, das unserem Thema komplett entgegengesetzt ist“, erzählt Günter Achhammer. Und auch die anderen Gruppen, von denen viele seit Jahren immer mit dabei sind, müssen sich nicht fest an das Motto binden. Grundsätzlich ist alles erlaubt. „Wir freuen uns natürlich auch über politische Wägen und Fußgruppen“, sagt Thomas Dietz „allerdings verbitten wir uns parteipolitische Werbung.“ Gerade in Wahljahren, erzählt er dann, gäbe es doch immer wieder Unverbesserliche, die den Schabernack am Fasching für ihre Zwecke nutzen wollen. Doch die Gerolfinger müssen keine Zugeständnisse machen, die ihnen nicht passen. Schließlich bringen sie mit ihren 43 örtlichen Vereinen schon selbst einen ordentlichen Zug zustande, zumal „Banklsitzer“, Stammtische und der „Pfarrer-von-Kösching-Fanclub“ – auch den gibt es in Gerolfing wirklich – stets gute Ideen haben. Davon lebt auch das Faschingstreiben vor dem letzten Tag. Gerolfing nämlich ist genau besehen eine Faschingshochburg. Alljährlich startet dort der Fasching mit dem sogenannten „Auftakt“ im Schützenheim. Am Freitag und Samstag – meistens am Wochenende des CSU-Balls – werden dort vor jeweils 320 Leuten lustige Dorfgeschehnisse des vergangenen Jahres und Sketche gespielt. Auch Politiker wie Horst Seehofer werden zu diesem Ereignis eingeladen und sie kommen gern. Der Bundesminister saß heuer mit Ehefrau Karin unter den Gästen im vollbesetzten Saal. Das zweite Großereignis im Fasching findet alle zwei Jahre am Faschingssonntag statt. Dort trifft sich um 12 Uhr alles zu einem Faschingsspiel. Heuer wird wegen des Mottos „Let’s go Wild West“ ein Wagen-Treck durch das Dorf rollen und Cowboy und Indianer gespielt. Um 15 Uhr findet dann die Abschlussveranstaltung am Dorfplatz statt, wo reichlich amüsante Friedensverhandlungen geführt werden, die in ein heiteres Faschingstreiben münden. Wer also ganz zum Ende der 5. Jahreszeit noch einmal Faschingsspaß erleben will, der sollte den Sonntag und den Dienstag in Gerolfing verbringen. Dort erwartet einen kein aufgesetzter Karnevalsjux nach Mainzer und Kölner Vorbild, sondern ein Spektakel mit echt bajuwarischer Spaßgarantie. |